Die Angedacht!-Manuskripte vom 12. bis 17. Januar 2026

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Auch am Tag zwölf - noch alles drin 2026!

Montag, 12. Januar 2026, 6:40 Uhr

Was meint Ihr? Auch am Tag zwölf - ist noch alles drin im neuen Jahr, oder? Beruflich, privat. Neuen Job suchen? Im alten noch mal richtig Gas geben? Endlich heiraten oder sich scheiden lassen? Schule wechseln? Kinder kriegen? Vieles anders machen im neuen Jahr? Manches genauso? Dem Chef endlich mal die Meinung sagen? In Urlaub, wo die Sonne scheint? Oder lieber dahin, wo's 'n bisschen kühler ist? Sich mit der "Ex" endlich aussöhnen? Mal wieder in die Kirche gehen oder austreten? Sich in 'ner Partei engagieren oder lieber nicht? Erstkommunion und Konfirmation der Kinder durchziehen? Mehr Sport, dafür weniger Fernsehen? Mainz 05 die Treue halten, dem FCK - oder lieber dem Freund und der Freundin? Oder beides? Dem Pfarrer den Marsch blasen, dass seine Predigten und Gottesdienste stinke langweilig sind? Mehr Zeit für die Kinder? Alles eine Frage der Akzente, der Schwerpunkte, was Euch wieviel wert und wie wichtig ist, am wichtigsten. "Was ein Mensch sät, das wird er auch ernten" (Gal 6,7), heißt es dazu lapidar in der Bibel, und dass es darauf ankommt, sich an den Maßstäben Gottes zu orientieren. Die stehen in der Bibel seitenweise und fromme Frauen und Männer haben vorgelebt, worauf es ankommt. Noch ist alles drin im neuen Jahr. Entscheidet mit, was hinten 'rauskommt. Worauf kommt's Euch vor allem an - 2026?


Thema: Soviel 2026 noch übrig - teilt die geschenkte Zeit!

Dienstag, 13. Januar 2026, 5:40 Uhr

Mensch – ist das nicht schön? Noch immer sind über 350 Tage übrig von diesem Jahr 2026! Über 350 Tage, die dieses Jahr Euch schenkt! Schenkt – weil niemand Herrin oder Herr ist der eigenen Zeit; niemand kann sich Zeit einfach nehmen und horten; niemand kann sich seine Zeit garantieren: am nächsten Morgen wieder aufzuwachen, den nächsten Tag zu erleben, die nächste Stunde, nicht mal die nächste Minute oder Sekunde. "Plötzlich und unerwartet" heißt es dann, jemanden trifft der Schlag, ein Unfall, das kann alles ganz schnell gehen. Klar, dass für die biblischen Autoren Gott der Herr der Zeit ist. Gott weist den Menschen "gezählte Tage und eine bestimmte Zeit zu", heißt es entsprechend bei Jesus Sirach (17,2). Ein schönes Geschenk, die Zeit, Eure Zeit. Freut Euch drüber – und teilt sie mit anderen! Ob Ihr mit Euren Kindern spielt oder ihnen was vorlest, ob Ihr mal wieder Eure alte Tante besucht oder die kranke Nachbarin, ob Ihr für jemanden einen Einkauf übernehmt oder was anderes erledigt, ob Ihr mit Eurer Liebsten oder Eurem Liebsten eine ganz besondere Stunde verbringt: bei einer Tasse Kaffee, lecker Essen, was auch immer. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - heißt übersetzt auch: schenkt Eure Zeit weiter - und teilt sie mit anderen!


Thema: Wer bringt Zeit und Zukunft? Gott?

Mittwoch, 14. Januar 2026, 5:40 Uhr

Willkommen am Tag 14 im neuen Jahr mit seinen immer noch über 8400 Stunden, die vor Euch liegen. Und in denen es manchmal eine gute Idee sein wird, keine Zeit zu verlieren. Denn das könnte Euch oder andere einiges kosten, schlimmstenfalls das Leben. In denen manches aber manchmal auch einfach brauchen wird: um zu wachsen, sich zu entwickeln, um zu reifen. Manche Wunden werden die vielen tausend Stunden, wenn's gut läuft, heilen; manch' andere Wunde nicht. Manchmal werdet Ihr Euch wünschen, die Zeit würde stehen bleiben, weil's gerade so schön ist und angenehm. Tut sie aber nicht, die Zeit, sondern sie verfliegt sogar gerade dann am schnellsten, wenn's am schönsten ist. Aufhalten könnt Ihr die Zeit nicht. Und folgenlos bleibt sie auch nicht. Im Gegenteil: Zeit hinterlässt Spuren. Älter werden und alt - funktioniert genau so. Weshalb manche die Zeit hier und da gerne zurückdrehen würden – wenn's ginge. Mal werdet Ihr viel Zeit haben, mal nur wenig oder sogar fast keine. Wobei – Zeit haben? Haben geht sowieso nicht, oder? Denn die Zeit läuft immer weiter – wohin eigentlich? Stunden, Minuten, Sekunden zerrinnen wie Sand zwischen den Fingern. Niemand hat Macht über die Zeit oder besitzt sie. Sie kommt Euch zu – die Zukunft bringt sie. Doch – wer bringt die Zukunft? Das Universum? Gott? Was glaubt Ihr?


Thema: Mutter Teresa: Verändern – fängt bei Euch an!

Donnerstag, 15. Januar 2026, 5:40 Uhr

Was wünscht Ihr Euch: was sollte sich ändern im neuen Jahr - bei Euch zuhause in der Familie zum Beispiel oder in der Partnerschaft? Und wie geht Ihr das an? Oder was sollte sich ändern bei Euch auf der Arbeit, im Betrieb, im Team – und wie geht Ihr das an? Oder was sollte sich bei Euch im Verein ändern – und wie am besten? Oder bei Euch im Dorf, bei Euch in der Schule, an der Uni – und wie geht Ihr das an? Mutter Teresa soll mal von einer Journalistin gefragt worden sein: "Was meinen Sie, Mutter Teresa, was sich in der Kirche ändern sollte?" Und Mutter Teresa soll darauf lapidar geantwortet haben: "Sie und ich!" Will sagen: Wenn sich was ändern soll, wenn Ihr was verändern wollt – fangt bei Euch an. Denn dann fängt's an: dann verändert sich schon mal was. Und sei's zunächst nur mal, dass Ihr nicht länger nur das Mantra runterbetet: ändert sich eh' nix, kannste nix machen. Und dass Ihr selber anfangt zu glauben: doch, da geht was. Auch Jesus rät sehr klar, sich erst mal um den Balken im eigenen Auge zu kümmern – statt um den Splitter im Auge Eures Gegenübers. Bei Euch zuhause, mit den Kindern, in Eurer Paarbeziehung, auf der Arbeit, in der Schule, in Eurem Verein, in der Politik – was immer sich wo ändern soll und anders werden soll, damit's bestenfalls besser wird: Fangt damit - bei Euch an!


Thema: Jedem Ebenbild Gottes – mit allergrößtem Respekt!

Freitag, 16. Januar 2026, 5:40 Uhr

Kennt Ihr eines der größten Wunder, das es gibt auf diesem Planeten? Ja - genau: Ihr! Ihr und die andern; über acht Milliarden Menschen auf der Erde. Ob im Hunsrück, an der Côte d'Azur, in Honolulu, Kairo, Kambodscha oder Australien. Jeder Mensch – ein kleines großes Wunderwerk. Mit einem Herz, das schlägt sechzig bis achtzig Mal im Schnitt pro Minute in Ruhe. Wer gibt Eurem Herzen eigentlich den Befehl dazu? Mit einem zuverlässigen Atem, einatmen, ausatmen, wie von selbst, wie von Zauberhand. Oder habt Ihr das Programm dafür geschrieben? Wenn Ihr die Blutbahnen in Eurem Körper aneinander fädelt – kommen etwa 100.000 Kilometer dabei raus! Als Frau mit sechzig Kilo besteht Euer Körper aus rund – haltet Euch fest: 28 Billionen Zellen! Als Mann mit siebzig Kilo – aus 36 Billionen! Das sind die Zahlen mit zwölf Nullen hintendran. Ja - eines der größten Wunder, das es gibt auf diesem Planeten: seid Ihr. Die Bibel setzt noch eins drauf. Und adelt jeden Menschen gleich am Anfang als Ebenbild Gottes. Mit sehr praktischen Konsequenzen: Euch ist mit allergrößtem Respekt zu begegnen und allen anderen genauso als Ebenbildern Gottes. Ob von der Mosel, aus Syrien, Grönland oder Panama! Fordert das ruhig ein für Euch selbst von den andern – und verhaltet Euch selbst zu den andern genauso!


Thema: Lookalike-Challenge – be yourself, Gottes Ebenbild!

Samstag, 17. Januar 2026, 6:20 h

Habt Ihr schon mal mitgemacht bei einem Lookalike-Wettbewerb? Bei dem's darum geht, jemand anderem möglichst täuschend ähnlich zu sehen? Einem Star wie Beyoncé zum Beispiel oder Michael Jackson? Oder täuschend ähnlich auszusehen wie Simone Biles oder Toni Kroos? Und wem würdet Ihr gerne mal täuschend ähnlich sehen? In wessen Haut würdet Ihr gerne mal stecken? Euch gerne mal fühlen wie – Brad Pitt zum Beispiel, Miley Cyrus oder wie der Papst? Und warum - was reizt Euch daran? Der Ruhm? Der Reichtum? Macht und Einfluss? Der Glamour? Dass Euch jeder kennt und erkennt auf der Straße? Dabei könnte doch die allerschönste Challenge sein, wenn auch manchmal etwas anstrengend, ja, zugegeben: dass Ihr Euch vor allem selbst ähnlich seht. Dass Ihr vor allem diejenigen seid, die Ihr sein könnt – und die nur Ihr sein könnt. Weil's Euch nur ein Mal auf diesem Planeten gibt und im ganzen Universum. Ein einziges Mal. In einer jüdischen Geschichte heißt es sinngemäß: Am Ende wird Euch niemand fragen, ob Ihr Taylor Swift gewesen seid oder Chris Hemsworth, sondern ob Ihr das Ebenbild Gottes gewesen seid, das Ihr sein sollt: als Luisa, Lukas, Marie oder Felix. Wie wär's – wenn Ihr vor allem das tun und das lassen würdet, was Euch selber ähnlich sieht?